Mittelalter
Im Mittelalter wurden aus Alraunen nicht nur Hexensalben hergestellt, die Glück bringen sollten: Man braute auch Zaubertränke für Fruchtbarkeit und gegen Impotenz. Doch die Pflanze wurde seltener als bösartig angesehen, es hieß der Züchter schließe einen Teufelspakt.
Wurde die Pflanze als Glücksbringer verwendet so hatte man diese bei überdurchschnittlich viel Glück zu verkaufen, denn erzwungenes Glück galt als Sünde, da andere dadurch Leid erlitten. Bei Besessenheit durch Dämonen wichen diese aus dem menschlichen Körper durch das alleinige Vorzeigen der Wurzel. Unter anderem wurden auch Alraunenwurzeln in Puppenkleidern als Glücksbringer verkauft.
Hatte man das Glück so eine zu erwerben, musste diese im Wein gebadet und in Seide eingewickelt werden, auch füttern sollte man nicht vergessen, doch bei der Frage womit gingen die Meinungen auseinander. Einige dieser Puppen wurden jedoch bösartig und brachten Unglück, dies war der Zeitpunkt wo man sie schnell verkaufen musste.
Einige Erzählungen besagen auch, dass die Alraune als Zutat zur Herstellung des Steins der Weisen benutzt werden konnte, weswegen sie nicht nur unter Hexen sondern ebenfalls unter den Alchimisten teuer gehandelt wurde.
Die Pflanze wird auch im Hexenhammer, dem Handbuch der Inquisitoren mehrmals erwähnt, wobei hier alleine der Besitz dieser als Grund zur Hexenverbrennung ausreicht.