Aussehen
Die Hauptmerkmale der Alraune liegen in der Abwesenheit eines Stängels, sowie der außergewöhnlichen Wurzelform. Die Blattrosette die aus der Erde hervorragt hat dunkelgrüne 5 bis 40cm ovalförmige Blätter mit haariger, runzeliger, seltener auch blasiger Oberfläche. Die Ränder sind geschwungen oder gewellt. Der oberirdische Teil der Pflanze kann eine Höhe von bis zu 35cm erreichen, der unterirdische, somit also die Wurzel 50cm.
Die dicke, fleischige Wurzel fiel schon in der Antike ihrer Menschenähnlichen Form wegen, die durch Gabelungen und Verzweigungen zustande kommt, den Ärzten sowie anderen Wissenschaftlern auf. Auch Pythagoras (griechischer Philosoph) beschäftigte sich ausführlich mit der Mandragora.
Die anderen, früher oft benutzte Namen der Alraune hatten die Form der Wurzel als Inspiration, was sehr deutlich bei den Folgenden zu merken ist: Galgenmännlein, Erdmännchen und Drachenpuppe, sogar das aus dem germanischen stammende Wort „Alraune“ bedeutet mythisches Wesen.
Entweder im Herbst oder im Frühling (Artenabhängig) bilden sich kleine blauweiße oder violette, glockenförmige Blüten (ca 4cm groß) aus denen mit der Zeit Früchte entstehen. Diese, meist kugelförmige, gelegentlich jedoch eiförmige, aprikosengroße, saftige Beeren werden bei Reife gelb oder orange. Sie verströmen dann einen sehr aromatischen und angenehmen Geruch, der nach kurzer Zeit aber schwer und unangenehm wird. Gleichzeitig mit dem Beginn der Reifezeit dieser Früchte fangen die Blätter an zu welken.
Im Winter bleibt die Alraune unter der Oberfläche.